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Zum Jahresbeginn: Eine Schnäpslewanderung mit nassem Beigeschmack

Als die Ausflugsteilnehmer am 05.01.2019 morgens aus dem Fenster blickten, dachten sie sich:
„Was ein Sauwetter!!! Bei solch einem Wetter eine Wanderung im Schwarzwald? “. Es regnete wie aus Kübeln, vom Wind mal ganz abgesehen.
Ein paar Zweifel und Kaffee später dachte sich natürlich jeder: einen „Liederkränzler“ haut so schnell nichts um!
Um 9:45 Uhr war es dann endlich so weit. Mit Regenschirm, Regenponcho und leider nur teilweise wasserdichten Schneeschuhen im Gepäck ging es los zur Schnäpslewanderung nach Oberkirch in den Schwarzwald. Sogar die wärmenden Hausschuhe für die Busfahrt waren bei dem ein oder anderen in der Tasche zu finden. Wie immer, auf alles vorbereitet!
Mit warmem Fleischkäse, hier und da ein paar Snacks und einigen Flaschen Sekt und Likörchen im Schlepptau stellten sich alle schon auf einen erlebnisreichen Tag ein.
Nach einer Stunde Busfahrt und vielen heiteren Gesängen, ja, auch „Atemlos“ durfte nicht fehlen, gab es einen Zwischenstopp an der Autobahnkirche in Baden-Baden.
Was von außen ein wenig aussah wie eine Pyramide, zeigte sich bei betreten von einer prachtvollen Seite.
Selbstverständlich nutzte ChORAZÓN den hervorragenden Chorklang aus und sang unter Leitung von Chorleiter Konrad Knopf einige Lieder.
Und „WOW!“  Das dachte sich wahrscheinlich jeder nahezu 50 Sängerinnen und Sänger und auch der Zuhörer. Nach dem „kleinen aber feinen Konzertchen“ begrüßte der Verantwortliche
Herr Albert mit seinem Pfälzer Humor, mit welchen er alle Gesichter zum Schmunzeln brachte.
Er erzählte von der Geschichte der Autobahnkirche und erklärte die Bedeutungen der wunderschönen Kirchenfenster. Man kann sich kaum vorstellen, dass bis zu 350.000 Besucher jährlich in die Autobahnkirche kommen. Nachdem die Fotoapparate und Smartphones wieder verstaut waren, trafen sich alle auf einen Snack am Bus. Der Fleischkäse musste nun daran glauben und die restlichen Snacks hatten keine Chance zu überleben. Auch die Sektflaschen wurden geköpft.
Vom Essen und Trinken gestärkt ging es zur Weiterfahrt nach Oberkirch. Das eigentliche Ziel des Ausflugs. Ein Dorf mit 2.000 Einwohnern am Rande des Schwarzwaldes. Verrückt, dass es dort über 800 Schnapsbrennereien gibt.
Während sich der Busfahrer seinen Weg über Feldwege durch den Schnee kämpfte, saßen alle schon bereits fertig gekleidet mit Regenponchos und mit Regenschirmen in der Hand im Bus.
Wir konnten es kaum abwarten.
Herzlich begrüßt wurden alle vom Chef der Brennerei und seinem Sohn und dann ging es auch schon los. Jeder bekam ein Schnapsgläschen in die Hand gedrückt und konnte dann starten. Der Wanderpfad führte entlang der Obstplantagen und Weinberge. Etwa alle 5 Meter war ein Vogelhäuschen aufgestellt, in welchen sich immer 2 Flaschen einer bestimmten Schnaps- oder Likörsorte befanden.
Von Walnusslikör, über Williams Christ Birne bis hin zum Himbeergeist war für jeden etwas dabei. Auch unsere Nicht-Schnapstrinker kamen auf den Geschmack.
Am Hauptquartier wieder angekommen, die Regenponchos in Tüten verpackt, fanden sich alle in einem Saal zusammen, um sich aufzuwärmen.
Die größte Überraschung an diesem Tag war die Danksagung an die Stammeshäuptlinge Singende Donnerblume (Gaby Hertenstein), Fliegender Pfeil (Alexandra Hotz) und Sitting Bull (Uwe Lentz). Mit tosendem Applaus unsererseits erhielten sie alle drei Lobeshymnen sowie je ein tolles Geschenk, gekonnt vorgetragen von Anette Aichele und Jutta Schmitt. Dafür an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!
Nachdem sich jeder ein Viertel Wein bestellt hatte, die Rauenberger sind eben doch eine Weintrinkernation, machten sich alle auf den Weg zum Essen. In zwei großen Tipi-Zelten war ein Lagerfeuer und Baumstämme zum Sitzen aufgebaut. Man fühlte sich sofort wie bei den Indianern. Mit einem langen Stock bewaffnet, konnte sich jeder entweder Gemüse, eine Bratwurst, Speck oder Stockbrot aufspießen und bei gemütlichem Beisammensein am Lagerfeuer grillen.
Dabei wurden so einige Lagerfeuerlieder geträllert. Die Stimmung war ausgelassen, und auch der ein oder andere Tänzer zeigte sich unter uns.

Um 20 Uhr hieß es dann leider wieder Abfahrt nach Rauenberg. Dies hielt die Ausflügler jedoch nicht davon ab, ausgelassen weiter zu feiern und somit wurde die Rückfahrt nicht langweilig. Auch Helene war wieder mit an Bord.

An der Mannabergschule angekommen, halfen alle zusammen, schnell war der Bus ausgeladen und jeder ging  zufrieden und happy nach Hause.
Eine Schnäpslewanderung mit nassem Beigeschmack…

→Danke an Anna Holtrup für diese Berichterstattung!