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Der Gesang verbindet die Generationen

Liederkranz Rauenberg feierte sein 130-jähriges Bestehen mit  einem
Kirchenkonzert – An die 200 musikalische Akteure
Von Benjamin Starke

Rauenberg. Der „Gesangverein Liederkranz“ wurde 1889 gegründet und feierte jetzt sein 130-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der voll besetzen Kirche St. Peter und Paul. Fast 200 Mitwirkende stellten engagiert ihr musikalisches Können unter Beweis. Zur feierlichen Fanfare der „Brassdigga“ zog der 45-köpfige Chor „ChORAZÓN“ in die Kirche ein.
Mit „Shotsholoza“ und afrikanischen Klängen entführte er in die Savannen des schwarzen Kontinents. Alexa
ndra Hotz begrüßte passend mit einem afrikanischen Segen und Gaby Hertenstein hieß die Gäste herzlich willkommen. Sie sei hocherfreut, dass es in der 130-jährigen Geschichte des Vereins immer wieder gelungen sei, neue Sängerinnen und Sänger für die Chormusik zu begeistern, so Gaby Hertenstein: „Wir sind stolz darauf, dass diese Begeisterung in unserem Verein mit seinen fünf Chören die Generationen verbindet.“

Im ersten Konzertteil präsentierte sich ChORAZÓN mit sieben Liedern unter der Leitung von Konrad Knopf und meist begleitet von Piano (Thomas Fritzler), Bass (Martin Pfeifer) und Schlagzeug (Julian Metzger). Mit dem Titelsong des Konzerts, „Come let us sing“, stimmte der Chor auf den Abend ein. Die zunächst zarten Frauenstimmen gossen gemeinsam mit den später einsetzenden Bass- und Tenorstimmen mit „Vom Flügel eines Engels berührt“ Balsam auf die Seelen der Zuhörer.

Beeindruckend interpretierte ChORAZÓN „Come, now ist the time to worship“ und sorgte mit dem abrupten Wechsel ins deutsche Kirchenlied „Lobe den Herren“ für eine wahre Überraschung. Chorleiter Knopf führte seine Sänger sicher durch „Let there be Peace“. Die pure Freude am Singen wurde vom Publikum mit eifrigem Mitklatschen quittiert. Behutsam leitete Knopf die einzelnen Stimmen aufeinander aufbauend zu „Nella Fantasia“ an.

Die Blechblass- und Brassband „Brassdigga“ (Trompete: Martin Jacob, Stefan Hotz und Timo Rinck, Euphonium: Sebastian Hotz und Volker Oberst, Tuba: Sebastian Rein, Schlagzeug: Julian Metzger) präsentierte sich mit „Hymn to the Fallen“ klassisch-solide, wobei die beiden Trompeten dank der hervorragenden Akustik im „Dom des Angelbachtals“ besonders strahlen konnten. Mit Peter Leitners „My Dream“ widmete sich das Septett einem musikalisch anspruchsvolleren Stück aus dem Jahr 2017. Auch bei „You raise me up“ überzeugten die jungen Musiker mit qualitativ hochwertigem Big-Band-Musikgenuss.

Den dritten Konzertteil gestalten die Kinder- und Jugendchöre des Vereins unter der Leitung von Sabine Stier. Die rund 20 „Singing Voices“ präsentierten sich zunächst behutsam mit „Panis Angelicus“. Bei „Sound of Silence“ summten die Konzertgäste unüberhörbar mit. Unter großem Applaus zogen 60 weitere Kinder der Chöre „Mannabergkids“ und „Singteufelchen“ ein und komplettierten somit die über 80 Kehlen starke Kinder- und Jugendabteilung. Die drei Chöre begeisterten mit „Halleluja, sing ein Lied“ und „Für alle“ ihre Zuhörer.

Anschließend übernahm erneut ChORAZÓN. Begleitet von der Violine (Theresia Jovic) ließ man „Pacem“ erklingen, gefolgt vom rhythmischen „Ain’t Judgin‘ No Man“. Welche Gute-Laune-Musik der Chor versprühen kann, wurde bei „Honey in the Rock“ sichtbar, als die in den ersten Reihen sitzenden Jugendchöre zunächst mitschunkelnden und dann die Erwachsenen auch rhythmisch-klatschend anfeuerten.

ChORAZÓN und Brassdigga präsentierten gemeinsam gospelähnlich Händels „Halleluja“, das die Gäste ebenfalls mit Klatschen begleiteten. Zum großen Höhe- und Endpunkt des Konzerts kam zu ChORAZÓN und den drei Kinder- und Jugendchören auch die fünfte Chorgruppe, „Die VielHarmonischen“, hinzu. Über 150 aktive Sänger im Alter von fünf bis 87 Jahre sorgten auf den Stufen vor dem Altar für ein grandioses Schlussbild und stimmten passend für ein Kirchenkonzert ins Lied „Schau auf die Welt“ ein: Damit hinterließen sie einen bleibenden musikalischen Eindruck.

„Mit freundlicher Genehmigung der RNZ“

Großer Dank an dieser Stelle an alle. Es war ein tolles Miteinander, das wieder einmal gezeigt hat: Musik verbindet – Musik befreit – Musik tröstet –  Musik bereitet Freude…

Besonderer Dank geht an

  • Herrn Pfarrer Viedt für die problemlose Überlassung der Kirche, auch für die Proben
  • Konrad Knopf und Sabine Stier für die musikalische Leitung
  • Theresia Jovic für das Begleiten an der Violine
  • Julian Metzger am Schlagzeug
  • Martin Pfeifer am Bass
  • Thomas Fritzler am Klavier für das einfühlsame Begleiten vieler Lieder
  • Brassdigga mit Martin Jacob, Sebastian Hotz, Stefan Hotz,  Julian Metzger, Volker Obers, Sebastian Rein und Timo Rinck für die einzigartige musikalische Darbietung und Begleitung
  • Gabi Hillenbrand für die Beschallung
  • Max Gottmann für die stimmungsvolle Beleuchtung sowie Technik
  • Sibylle Kreißl-Rittel für die wunderschöne Deko
  • Allen Gästen für ihr Kommen, ihren Applaus und ihre Spenden